Weiteres

Login für Redakteure

Kulturen, Texte, Medien in Transformation

Der Forschungsschwerpunkt definiert Transformationen immer auch als kulturelle Prozesse. Nicht nur technische, wirtschaftliche, gesellschaftliche oder ökologische Verhältnisse verändern sich grundlegend und immer schneller, sondern auch die Art, wie wir die Welt sehen und beschreiben und wie wir die Veränderung selbst gestalten und kommunizieren. Um gegenwärtige Wandlungsprozesse zu verstehen, sind daher kulturwissenschaftliche, sprach- und literaturwissenschaftliche sowie medien- und sprechwissenschaftliche Expertise notwendig, die in den verschiedenen Instituten der Fakultät vertreten sind. In zahlreichen Kooperationen untersuchen die Forschenden historische und aktuelle Transformationsprozesse in Bezug auf ihre diskursiven, medientechnischen, imaginären, ästhetischen und narrativen Dimensionen, die oft selbst aktiv Veränderungen vorantreiben und zugleich deutbar machen. Das geschieht etwa in Hinsicht auf den digitalen Wandel, der die kulturelle Produktion und gesellschaftliche Kommunikation tiefgreifend beeinflusst und kritisch begleitet werden muss. Untersucht wird auch der postkoloniale und migrationsbedingte Wandel der globalen Wissens- und Erinnerungskulturen, der zentral mit Phänomenen der Übersetzung und Mehrsprachigkeit einhergeht und Medialität im europäischen und globalen Maßstab neu konfiguriert. Aber auch der postsozialistische Umbau der Gesellschaften nach 1989 wird im historischen und kulturellen Kontext situiert, u.a. durch eine an der MLU stark verankerte Erforschung der DDR-Literatur und ihres Erbes. Die Forschung schließt thematisch und programmatisch direkt an das „Zukunftszentrum für Deutsche Einheit und Europäische Transformation“ an.

Zum Seitenanfang